Infos über die Insel Nias PDF Drucken E-Mail

Nias gehört zu Indonesien. Die tropische Insel liegt im indischen Ozean, etwa 130 km vor der Westküste Sumatras.

Etwa 650.000 Menschen leben auf der Insel: 90 Prozent sind Christen, zehn Prozent sind Animisten (Naturreligionen), Moslems, Buddhisten und Hindus.

Nias hat mit 5625 km² etwa die Größe der Insel Bali.

Die Insel gehört zur Provinz Nord-Sumatra und ist in 2 Länder / Landesregierungen aufgeteilt: Nias mit 14 Regierungsbezirken und Süd-Nias mit 8 Regierungsbezirken.
Die Hauptstadt von Nord-Nias ist Gunung Sitoli, von Süd-Nias ist Teluk Dalam die Hauptstadt.

Amtssprache ist, wie überall in Indonesien, Bahasa Indonesia. Mit Englisch kommt man zum Teil in Gunung Sitoli und im Südendurch.
Die Einwohner von Nias sprechen ihre eigene Sprache - Niassisch - die dem austronesischen Sprachraum zugeordnet wird. Von Lehnwörtern abgesehen, gibt es keine Ähnlichkeit mit der Bahasa Indonesia.
Das wohl bekannteste Wort auf niassisch dürfte "Beo" sein. Der sprechbegabte Vogel kommt nicht nur auf der Insel vor, er hat seinen Namen auch von den Niassern (Beo heißt "Plappermaul").

Die aktuelle Situation auf Nias


Durch die verheerenden Beben vor Sumatra am 26. Dezember 2004 ("Tsunami-Beben", Stärke 9,1) und am 28. März 2005 (Stärke 8,7) sind u.a. auf der Insel Nias Tausende von Menschen langfristig in Not geraten.
Zwar müssen nur noch wenige Menschen in Zelten leben und viele Straßen und Schulen wurden repariert, trotzdem haben die Erdbeben die Insel in einen schlimmen Zustand versetzt: Viele Menschen sind finanziell ruiniert. Passiert etwas Unvorhergesehenes, wirft es sie komplett aus der Bahn: eine Krankheit, der defekte Motor des Fischerbootes, ein Sturmschaden am Haus, oder die Aufnahme eines Kindes aus der Verwandtschaft, das Waise geworden ist.
Die NIAS-Gesellschaft setzt hier an und will diese Härten abfedern. Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe.

Obwohl vielerorts umfangreiche Hilfsmaßnahmen eingeleitet wurden, ist die Hilfe angesichts der Dimension dieser Naturkatastrophen nicht ausreichend. Es steht über die nächsten Jahre noch viel Arbeit an. Als Beispiel: Die Beseitigung der Erdbebenschäden im japanischen Kobe (1995) hat sieben Jahre gedauert.

Tourismus: Kultur, Strände und legendäre Wellen

Der Tourismus steckt in den Kinderschuhen. Für Besucher ist Nias ein exotisches Reiseziel mit traditionellen Dörfern mit einer faszinierenden Megalith Kultur inmitten tropischer Vegetation.

Für die anstrengende Touren ins Hinterland wird man mit einzigartigen Begegnungen in „unberührten“ Dörfer entschädigt: der obligatorische Besuch beim Häuptling oder mit etwas Glück erlebt man eine Zeremonie mit einem „Dukun“, dem Medizinmann/Zauberer.

Führer und Fahrzeuge kann man mieten – man muss aber viel selber organisieren.

Nias ist eine Insel mit endlosen feinsandigen Stränden und legendären Wellen für Surfer. Einfache Unterkünfte sind in Gunung Sitoli und im Süden, bei Sorake, vorhanden. Wer abseits reisen will, findet in der Regel günstig Unterkunft in Dörfern. Moskitonetz und Wasserdesinfektion sind unabdingbar.

Wer etwas Zeit mitbringt und Interesse an einer exotischen Kultur auf einer tropischen Insel hat, oder als Surfer den besten „Right Hander“ der Welt erleben will, wird auf Nias nicht enttäuscht.

Der Aufenthalt ist sehr günstig, die Anreise etwas teuer.

 

Anreise

Drehscheibe ist die Stadt Medan auf Sumatra. Von dort entweder per Auto an die Küste, nach Sibolga und dann weiter per Schiff (von Sibolga/Sumatra, 12 h, nur für hartgesottene Reisende) oder von Medan aus mehrmals pro Tag mit dem Flugzeug (von Medan/Sumatra, etwa 1h, ca € 50,-- oneway mit Merpati, Smac oder Suzie Air) direkt nach Nias.

Das Reisen auf Nias ist aufgrund der schlechten Straßen eine langwierige Angelegenheit (Bsp. von Gunung Sitoli nach Teluk Dalam dauert mit einem Auto etwa 3 Stunden, die Entfernung beträgt 120 km). Die Straßen wurden von großen Hilfsorganisationen erneuert und sind mittlerweile durch starke Regenfälle wieder beschädigt. Viele Dörfer sind nur zu Fuß erreichbar. Dafür kann man unverfälschte Kulturen erleben und ganz alleine an Traumstränden sein.

Indem Reisende und Touristen fernbleiben, ist den Menschen vor Ort nicht geholfen !
Es besteht allerdings, wie wir immer wieder feststellen mussten, die Gefahr von Nachbeben (vgl. Sumatra Erdbeben vom September 2007).

 

 

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